Mi., 14. Juni 2016 - Training Nr. 12

Max:

Da es an unseren Equi Tagen in den letzten Wochen immer geregnet hatte, fiel das Training die letzten Wochen aus. Zudem hatte Max am letzten Donnerstag nach langer Zeit mal wieder eine Kolik, die ich formtechnisch wieder ordentlich zurückgeworfen hat. Aber jetzt geht es ihm wieder ziemlich gut und er fordert seine Bewegungstherapie.

Da die Kolik noch nicht lange her ist, haben wir für heute wieder nur 8 Einheiten eingeplant. Das entpuppte sich auch als gute Idee, denn man merkte ihm schon noch an, dass ihn das konzentrierte Arbeiten sehr anstrengt. Außerdem tickt er vorne immer noch ziemlich, gerade in Wendungen, was uns den Trab auf ein Minimum reduzieren lässt (2x Schritt, 2x Trab, 4x Schritt). Ein bisschen Traben möchte er sich allerdings nicht nehmen lassen.

Während der Aufwärmphase außerhalb der Quadratvolte war er relativ steif, so dass ich beim Schulterherein etwas mehr Abstellung forderte, als ich es sonst tue. Er war sehr konzentriert, konnte jedoch nicht ganz so wie er wollte.

Zwischen den Gassen hat er dann wieder seinen Arbeitsmodus eingeschaltet und hat sich wirklich schwer bemüht alles richtig zu machen. Ich bin begeistert davon, wie sehr er darauf achtet gerade zu laufen und eine Stellung dauerhaft beizubehalten. Er möchte zwar nach wie vor den Kopf lieber etwas tiefer tragen, doch wir bekommen es über immer längere Strecken hin, dass er sich mehr selber trägt. Feiner Max.

 

Momo:

Was soll ich nur zum Möhrchen sagen???

Er macht das Training einfach super. Nachdem er nun verstanden hat, was wir von ihm wollen, arbeitet er wirklich ganz fein mit. Das Tempo im Schritt, das von ihm gefordert wird, ist halt genauso, wie es bei der Equi gefordert wird. Immer etwas über seinem Wohlfühltempo. Nach dem er eingesehen hat, dass das Angezackel nichts bringt, lässt er sich nun deutlich besser zu einem fleißigen Schritt treiben. Er trägt sich dabei sehr schön selber und man muss bei ihm nur noch sehr selten etwas mehr Biegung verlangen.

Seine Schrittlänge wird immer besser und er nimmt immer mehr Last auf. Seine absolute Baustelle ist das rechte Hinterbein. Aber Katha, (oder wenn sie nicht da ist ich), sind immer dran in daran zu erinnern, dass er dieses Bein genauso belasten muss, wie das Linke. Und er ist dabei einfach super artig und willig zu gefallen. Im letzten Training hatten wir in einer Ecke ja eine Stange hingelegt, was ihn noch mehr daran erinnern sollte, die Füße zu heben. Dieses Mal haben wir die Stange wieder weg gelassen, da wir nach zwei Wochen Trainingspause nicht gleich wieder mit dem Gesamtpaket anfangen wollten. Aber ich denke nächstes Mal wird er wieder über die Stange müssen.

Ich bin sehr stolz auf das Möhrchen, dass er jetzt so gut mitarbeitet!

Sa., 17. Juni 2017 - Training Nr. 13

Für Max bleibt es auch dieses Mal noch bei acht Einheiten. Da es sehr warm ist, und die Kolik kräftemäßig noch nicht wieder aufgearbeitet ist, glaube ich, dass wir ganz gut damit fahren, wenn wir erst mal wieder an der Basis arbeiten.

Max ist immer noch etwas steif, aber schon etwas besser als noch am Mittwoch. Er gibt die Biegung noch nicht wieder so leicht her, wie vor der Kolik und so benötigt er vorne doch etwas mehr Hilfestellung als sonst. Sobald ich die Gerte zur Schulterkorrektur anhebe, biegt er sich sehr schön, sobald die Gerte wieder weg ist, rutscht er schnell wieder aus der Biegung. Da werden wir die nächsten Mal wieder deutlich mehr dran arbeiten müssen. Ansonsten ist er gerade im Schritt wirklich super fleißig und geht deutlich über seinem Komforttempo und tritt weit unter.

Der Trab dieses Mal war gruselig. Das Überbein rechts vorne scheint ihm wieder mehr Probleme zu bereiten und er tickte doch arg doll, so dass ich, komischerweise auf der linken Hand, deutlich früher in den Schritt durchpariert habe und die Einheit langsamer beendet habe.

Ich bezweifle langsam, dass das Ticken noch mal in Gänze verschwindet. Obwohl unsere Tierärztin geröntgt hat und keine Sehnen oder Bänder in von dem Überbein selber betroffen sind, hat er immer wieder deutliche Probleme. Wobei er nicht den Anschein macht, dass ihm was weh tut, sondern eher nur behindert.

Wir werden sehen, was wird. Katja wollte noch versuchen via Blutegel den Anreiz zu setzten, dass das Überbein etwas abgetragen wird und sich etwas zurück bildet. Ein Versuch ist es wert.

Wir bleiben auf jeden Fall am Ball, dass Max solange wie möglich in seinen Sachen fit bleibt und ich glaube die Equi hilft ihm dabei schon ziemlich gut.

Ich werde ihn dennoch wieder vermehr im Schritt arbeiten und den Trab auf max. 2 Einheiten reduzieren.

 

Momo:

Jaaaaa... Momo ist zum Streberpony mutiert und weckt bei mir Begeisterungsstürme.

Trotz Stange und Wärme war er wieder einmal super und so langsam fängt auch der Rücken an sich etwas mehr bei der Arbeit zu heben.

Was soll ich da noch mehr sagen als: 1 a mit Sternchen!!!

Mi., 21.06.2017 - Training Nr. 14

Max:

Unser Oldie ist wieder ziemlich gut drauf. Er ist sehr fleißig und bemüht sich nach Kräften alles richtig zu machen. Rechts bietet er wieder eine dauerhafte Biegung an und fängt wieder an sich selber zu tragen.

Links ist er noch etwas steifer, aber mit ein bisschen Hilfestellung kommt auch hier eine vernünftige Biegung zu Stande.

Seine Hinterbeine knicken manchmal wieder weg, was seiner Arthrose zu verschulden hat. Max läuft danach aber immer wieder klar und fleißig weiter, als ob nichts gewesen wäre.

Alles in Allem bin ich sehr zufrieden mit Mäxchen. Auch die 10 Einheiten, die wir heute doch wieder versucht haben hat er gut gemeistert. Sogar die beiden Trabeinheiten, die wir mit eingebaut haben.

Feiner Max!

 

Momo:

Katha wollte heute mit Momo etwas Neues ausprobieren. Es gibt eine Übung, die Michael Geitner auf seiner Equikinetic-DVD zeigt, die die Hinterhand mehr belasten soll. Wenn alles perfekt läuft soll das Pferd bis zum Ende einer Gasse traben, stoppen, rückwärts treten und dann wieder antreten.

Da ja aber erst einmal in kleinen Schritten begonnen werden sollte, wollte sie erst einmal üben, dass Momo aus dem Schritt am Ende einer Gasse anhält und aus dem Halten im Schritt wieder antritt.

Momo hat das Prinzip in den Gassen dauerhaft gebogen zu laufen so sehr verinnerlicht, dass Katha ihre Mühe Not hatte, ihn gerade in den Gassen anzuhalten. Durch die Dauerbiegung trat er beim Halten immer hinten zur Seite und räumte die begrenzenden Hütchen um. Die Beiden brauchten erst einmal viel Geduld um ein paar erfolgreiche Haltemanöver zu schaffen und bekamen Hausaufgaben, das Manöver erst einmal ohne Equi zwischen zwei Stangen zu üben.

Die Equi-Einheiten, die die Beiden danach noch absolviert haben, waren wieder aller erste Sahne. Katha hat einen guten Blick und gutes Timing entwickelt, wann Momo wo Hilfe benötigt oder das Hinterbein wieder aktiviert werden muss. Und Momo zeigt immer wieder, dass er verinnerlicht hat, was von ihm verlangt wird und läuft in schönster Gleichmäßigkeit und sich selbst tragend seine Runden. Sogar der Schritt über seinem Komforttempo wird immer besser und seine Schrittlänge in der Hinterhand weitet sich immer weiter. Braves Eselchen!!!

Sa., 24.06.2017 - Training Nr. 15

Ich war mal wieder nicht da und Katha hat mit Max und Momo die Einheiten durchlaufen.

 

Max hat wieder seine 10 Einheiten, dieses Mal nur im Schritt, absolviert und wieder gezeigt, dass links doch noch seine schlechtere Hand ist. Katha hatte dort deutlich mehr zu halten und musste häufiger auf den Kappzaum. wie auch auf die Schulter einwirken, damit er sich vernünftig biegt.

Ansonsten war sie sehr zufrieden mit dem Gelben.

 

Momo hat dieses Mal wieder als kleine Erschwerung eine Stange in eine Ecke gelegt bekommen. Scheinbar fand er dies höchst unnötig und hebelte sich in jeder Runde, egal ob Schritt oder Trab direkt vor und über der Stange aus der Biegung und der Dehnungshaltung raus. Danach lief er wieder bilderbuchmäßig, bis er vor der Stange wieder anfing gegen an zu gehen. Alles in Allem hatte er schon bessere Einheiten gehabt, aber man kann ja auch nicht immer ein Streber sein.

Mi., 28.06.2017 - Training Nr. 16

Max:

Max hat sich heute erst einmal mit den neuen Dualgassen, die Katha und ich am letzten Sonntag gebastelt haben bekannt gemacht.

Er musste doch etwas genauer hinschauen, was denn die gelben und blauen Dinger so sind und ob sie artig sind und auch dort liegen bleiben, wo sie sind. Er testete dann auch erst mal aus, wie hart die Teile sind, nur um festzustellen, dass sie schön weich sind.

Wir haben als Erschwernis auch noch ein Dreieck aus Gassen in eine Ecke gelegt, damit er dazu angehalten wird, die Beine mehr zu haben. Er hatte damit tatsächlich ein paar Probleme und musste schwer schuften um vernünftig darüber hinweg zu treten. Er war aber wirklich sehr bemüht und hat sein Bestes gegeben. Danach war er allerdings wirklich müde, so dass wir das nächste Mal nur eine Gasse in den Weg legen werden.

 

Momo:

Tjaaaa... Heute berichte ich nur mit einem Kopfschütteln.

Gestern, ich war nicht im Stall, schrieb Katha mir nachmittags eine Nachricht, Momo stünde auf drei Beinen und hätte hinten rechts einen dicken Fesselkopf. Katja hatten unsere Tierärztin bereits informiert, die später ein dickes Hufgeschwür diagnostizierte. Mal wieder ziemlich weit oben und mal wieder ziemlich nach an der Hufwand (das hatten wir vor drei Jahren am selben Huf und fast der selben Stelle schon mal). Momo steht nun also im Rivanolverband und wird wohl für die nächste Zeit ausfallen. Das wird weder ihm noch uns gefallen...

Hauptsache er hat bald keine Schmerzen mehr und der blöde Abzess klingt schnell ab.